Medizin und 
Weltanschauung

 

Jede Zeit-Epoche, jede Kultur, jeglicher Entwicklungsstrom
in der Menschheit ist geprägt von einer spezifischen Welt
der Bilder, Vorstellungen und kollektiven Projektionen.

Sobald diese oft zunächst hilfreichen schöpferischen Vorstellungen erhärten, verkrusten und sich der Verwandlung durch die lebendige Wahrnehmung des forschenden und erkennenden Bewusstseins widersetzen, werden sie zum Joch für die Menschheit.
Aus dem einstigen Erkennen wird das Urteil geboren, lebensfeindlich und zerstörerisch.

Dann ist es an der Zeit, dass starke neue Impulse diese Panzerung aufbrechen, die geistige Gefangenschaft beenden und dem Blick neue Weiten eröffnet.

Impressum

 

Durch einen Überfluss von Angebot in allen Bereichen versagt die Fähigkeit zu unterscheiden.
Es beginnt ein Rausch des Besitzen Wollens und „An allem Teilhaben Wollens”. Kritikfähigkeit und Unterscheidungsfähigkeit wird überschwemmt durch eine Fülle von Angeboten und Möglichkeiten. Die Menschen sind Jagende nach Besitz und gesellschaftlicher Stellung und Anerkennung. Gleichzeitig sind sie Gejagte aus denselben Motiven.

Die dem Individuum zur Verfügung stehende Zeit ist grundsätzlich zu knapp für die Anforderungen des Zeitgeistlebens. Gleichzeitig werden bei all dieser Weltoffenheit Feindbilder wie z. B. im Großen die Terroristen, im Kleinen die Mikroben in den Köpfen der Menschen „installiert“ und kultiviert. Der Zeitgeist fördert monetäre und berufliche Hierarchien und Hackordnungen und damit die dazugehörigen Sehnsüchte, Ansprüche und Kämpfe. Er nährt damit Neid, Missgunst und Unzufriedenheit. Hilfsbereitschaft ist ein Lippenbekenntnis.

Die Vereinzelung des auf sich gestellten Menschen, der mit den propagierten Ängsten vor den Feinden im Großen und im Kleinen und seinem eigenen ständig drohenden Versagen im System zu kämpfen hat, ist modern und gewollt.

Das Gottesbild des herrschenden Zeitgeistes ist entweder atheistisch oder monotheistisch.
Andere global noch existierende Religionen sind mehr oder weniger tolerierte Randerscheinungen der heutigen Zeit. Sie haben keinen wesentlichen Einfluss auf das politische Hauptgeschehen.

Atheismus bedeutet zwangsläufig 100% materialistisch, chemisch, physikalisch und mechanisch ablaufend. Alles Glück und alle Erklärung muss in der sichtbaren Materie gefunden werden, etwas anderes gibt es nicht.

Der Monotheismus dagegen beinhaltet immer – mehr oder weniger ausgeprägt – automatisch die Abwertung aller anderen Gottesbilder und Glaubensgemeinschaften zugunsten der eigenen auserwählten Glaubensgemeinschaft mit ihrem einzigen Gott. Trotz der oben beschriebenen Globalisierung mit ihrer scheinbaren Vielfalt und Freiheit und der gleichzeitigen Gleichschaltung aller Menschen wird im Untergrund ein Kampf um den wahren einzigen Gott und die wahre einzige Glaubensgemeinschaft geschürt. Hass und auch Angst sind vorprogrammiert.

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